Prof. Dr. Stefan Gröner hält die Kick-off-Keynote zum Thema „Künstliche Intelligenz und der Faktor Mensch in der Finanzindustrie“ beim CITYWIRE Hamburg Retreat 2024

Prof. Dr. Stefan Gröner hält die Kick-off-Keynote zum Thema

„Künstliche Intelligenz und der Faktor Mensch in der Finanzindustrie“ beim CITYWIRE Hamburg Retreat 2024

Zum Vortrag:

Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Finanzindustrie markiert einen bedeutenden Wandel in der Art und Weise, wie Finanzoperationen und -strategien formuliert und ausgeführt werden. Obwohl KI beispiellose Effizienz, Präzision und analytische Kraft bietet, bleibt der menschliche Faktor ein zentrales Element im Prozess der Strategieidentifikation und -umsetzung. Dieser Essay beleuchtet die unverzichtbare Rolle menschlicher Einsicht, Expertise und ethischer Überlegungen bei der Nutzung von KI-Technologien im Finanzsektor.

Im Zentrum jeder Finanzstrategie steht das Ziel, Renditen zu maximieren und Risiken zu minimieren. Viel wichtiger wird aber gerade in der Finanzindustrie die Fähigkeit, umfassende Kundenerlebnisse zu optimieren.

KI-Tools bieten mit ihrer Fähigkeit zur Datenanalyse, prädiktiven Modellierung und algorithmischen Handel innovative Wege zur Erreichung dieser Ziele. Es ist jedoch entscheidend, anzuerkennen, dass die Grundlage dieser KI-Systeme auf menschengestalteten Algorithmen und Datensätzen beruht. Folglich hängt die Wirksamkeit der KI in der Strategieentwicklung von der Qualität des menschlichen Inputs in Programmierung und Datenaufbereitung ab. Strategen und Datenwissenschaftler müssen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass den KI-Systemen umfassende, genaue und unvoreingenommene Daten zugeführt werden, und somit eine solide Grundlage für effektive Entscheidungsfindung legen.

Weiterhin erfordert die Interpretation der von KI analysierten großen Datenmengen menschliches Eingreifen. KI kann das „Was“ – die rohe Analyse und Vorhersagen – liefern, aber es sind die menschlichen Strategen, die das „Wie“ – die Interpretation und das Verständnis dieser Ergebnisse im Kontext von Markttrends, wirtschaftlichen Indikatoren und Kundenbedürfnissen – liefern. Es ist diese Kombination aus KIs Rechenkraft und menschlichem Kontextverständnis, die erfolgreiche Strategieidentifikation und -umsetzung antreibt.

Ein weiterer Aspekt, in dem der menschliche Faktor unverzichtbar ist, ist das Verständnis und die Erfüllung von Kundenbedürfnissen und -erlebnissen. KI kann den Kundenservice durch Chatbots, personalisierte Anlageberatung und effiziente Transaktionsabwicklung verbessern. Die Nuancen von Kundenbeziehungen – Vertrauensbildung, Empathie und das Verständnis individueller Präferenzen – sind jedoch inhärent menschliche Eigenschaften. Eine Strategie, die sich zu stark auf KI ohne menschliche Interaktion stützt, könnte daran scheitern, starke Kundenbeziehungen zu fördern, die in der Finanzindustrie von entscheidender Bedeutung sind.

Um die Implementierung von KI-basierten Strategien in der Finanzindustrie erfolgreich zu gestalten, müssen vor allem Führungskräfte eine Reihe von Schlüsselqualitäten und Kompetenzen aufweisen. Diese umfassen nicht nur technisches Verständnis und strategische Weitsicht, sondern auch ein tiefes Engagement für ethische Prinzipien, Mitarbeiterentwicklung und Veränderungsmanagement. Folgende Überlegungen sind dabei von besonderer Bedeutung:

Führungskräfte müssen ein grundlegendes Verständnis von KI-Technologien und ihrer Anwendung in der Finanzindustrie besitzen. Dies beinhaltet nicht nur Wissen über aktuelle Technologietrends, sondern auch die Fähigkeit, die langfristigen Auswirkungen dieser Technologien auf Geschäftsmodelle, Arbeitskräfte und Marktlandschaften vorherzusehen. Effektive Führung im Zeitalter der KI erfordert aber auch transparente Kommunikation über die Ziele, Methoden und Auswirkungen der KI-Strategien. Stakeholder, einschließlich Mitarbeiter, Kunden und Aufsichtsbehörden, sollten regelmäßig über Entwicklungen informiert und in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Eines ist aber klar: Ohne die umfassende Einbeziehung der Belegschaft wird auch die beste Strategie scheitern. Denn die Einführung von KI in traditionelle Finanzsysteme kann Widerstand und Unsicherheit hervorrufen. Führungskräfte müssen daher über starke Kompetenzen im Veränderungsmanagement verfügen, um diese Übergänge zu managen, Bedenken anzusprechen und das Engagement der Mitarbeiter für neue Technologien zu fördern. Die digitale Transformation erfordert nämlich nicht nur Mitarbeiter, die in der Lage sind, mit neuen Technologien umzugehen. Die rasante Entwicklung im Bereich KI verlangt aber auch vom gesamten Team, offen für Veränderungen und Innovationen zu sein. Sie müssen in der Lage sein, sich schnell anzupassen und ihre Organisationen durch die kontinuierliche Evolution der Technologie zu navigieren.

Zur Veranstaltung:

CITYWIRE ist einer der führenden Anbieter für die Bereitstellung von Informationen, Nachrichten und Analysen für professionelle Anlageberater und Fondsauswahlentscheider in der globalen Asset-Management-Branche mit dem Ziel, Finanzexperten über aktuelle Trends und Entwicklungen in der Branche auf dem Laufenden zu halten.
Die CITYWIRE HAMBURG Retreat 2024 bot über zwei Tage im Hotel Vier Jahreszeiten Finanzprofis eine exklusive Plattform für Networking, Bildung und persönliche Weiterentwicklung zu bieten. Diese hochwertige Veranstaltung mit Fachvorträge, Workshops und Diskussionsrunden bietet einen tiefen Einblick in die neuesten Branchentrends, Investmentstrategien und Managementpraktiken und gleichzeitig eine hervorragende Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, Beziehungen zu knüpfen und voneinander zu lernen.

„Thank you for your great keynote, it went really well. Thank you so much for coming.“
Roseanna Gillen, Conference Production Manager, Citywire UK
„Vielen Dank für das Kommen und den sehr interessanten Vortrag. Der Feedback der Gäste war sehr gut.“
Philipp Fischer, Chefredakteur, Citywire Deutschlad

Prof. Dr. Stefan Gröner hält die Keynote zum Thema „Herausforderung Selbst- und Fremdführung in der Mensch-Maschine-Kollaboration im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ beim Buniness Networking Circle von SoftServe

Menschliche Selbst- und Fremdführung im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz: Wie moderne Führung sich neu erfinden muss. In einer Ära, die durch rasanten technologischen Wandel und die allgegenwärtige Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI) geprägt ist, stehen Führungskräfte und Mitarbeitende gleichermaßen vor einer fundamentalen Herausforderung: Wie gelingt es, sich selbst und andere wirksam zu führen – inmitten der digitalen Transformation, zunehmender Automatisierung und einer sich stetig verändernden Arbeitswelt?

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Prof. Dr. Stefan Gröner in der Zukunfts-Keynote in Engen über Künstliche Intelligenz, Digitalen Transformation und moderne Führung

Die Künstliche Intelligenz ist zum Herzstück der Digitalen Transformation geworden. Sie verändert die Art, wie Unternehmen denken, arbeiten und führen. Ob in der Industrie, im Dienstleistungssektor oder im öffentlichen Bereich – KI-Systeme übernehmen Analyseaufgaben, optimieren Prozesse und unterstützen Entscheidungen. Doch der eigentliche Erfolgsfaktor liegt nicht in der Technologie selbst, sondern in der Art, wie Menschen und Organisationen damit umgehen. Moderne Führung steht damit vor einer ihrer größten Bewährungsproben.

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Prof. Dr. Stefan Gröner über KI als Treiber des Wandels: Zwei Forschungsarbeiten der Hochschule Fresenius zeigen Chancen und Hürden für Unternehmen

Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) verändert nicht nur Technologien, sondern auch Geschäftsprozesse, Unternehmenskulturen und Entscheidungsfindungen. wei aktuelle empirische Forschungsarbeiten an der Hochschule Fresenius, betreut von Prof. Dr. Stefan Gröner, Studiendekan für „Digitales Management und Leadership“ und Professor für Digitales Management und Künstliche Intelligenz, widmen sich dieser Transformation aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

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Vortrag zum Thema „Faktor Mensch im Zeitalter von KI&Co.: Chancen und Herausforderungen“ beim S-Forum 200 der Sparkasse Allgäu

Der Vortrag „Faktor Mensch im Zeitalter von KI“ stellt die zentrale Frage: Wie gelingt es Unternehmen und Organisationen, die rasanten Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz und Automatisierung nicht nur technologisch, sondern auch menschlich zu bewältigen?
Statt sich ausschließlich auf Tools, Systeme oder Innovationen zu konzentrieren, rückt der Vortrag den Menschen als Gestalter der digitalen Transformation in den Mittelpunkt – mit besonderem Fokus auf die Rolle von Führung und wirksamem Change-Management.

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Prof. Dr. Stefan Gröner dem Workshop zum Thema „Selbst- und Fremdführung in der Digitalen Transformation“ bei der Plenum AG

Selbst- und Fremdführung in der Digitalen Transformation mit den Werkzeugen des Selbst- und Team-Entwicklers. Die digitale Transformation stellt Führungskräfte, Teams und Organisationen vor tiefgreifende Veränderungen. Technologische Entwicklungen, veränderte Marktbedingungen und neue Arbeitsmodelle fordern nicht nur strukturelle Anpassungen, sondern vor allem eine neue Haltung zur Führung – sowohl im Hinblick auf Selbstführung als auch auf die Führung von Teams.

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Prof. Dr. Stefan Gröner beim OneIT-Day der Haufe Group zum Thema Menschliche Kompetenzen in der Führung im Zeitalter der Digitalen Transformation und Künstlicher Intelligenz

Die Digitale Transformation und der rasante Fortschritt der Künstlichen Intelligenz (KI) verändern nicht nur Technologien, Märkte und Geschäftsmodelle – sie stellen auch den Menschen selbst vor tiefgreifende Herausforderungen. Zwischen Automatisierung, Datenflut und algorithmischer Effizienz müssen Beschäftigte, Führungskräfte und ganze Organisationen lernen, neu zu denken, zu arbeiten und zu führen.

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